Moskau, Tschetschenien, Berlin

Die "Katze und General" erzählt grosse Geschichte(n) - vielleicht eine Spur zu gross. Nino Harataschwili spannt hier den Bogen vom kleinen russischen Idealisten, der den übergrossen Schatten seines Militärvaters abschütteln will zum grossen Oligarchen, der an seiner Schuld zerbricht. Die grosse Bühne, auf der sie das alles als eine Art Kriminalroman inszeniert, bietet Raum für weitere Protagonistinnen und Protagonisten: Einen (Investigativ-)Journalisten, der einst durch das Schicksal seiner jugoslawischen Klassenkameradin und ersten Freundin zu seiner Berufung gefunden hat; seiner (unverhofften) Komplizin, einer kaukasischen Emigrantin in Berlin ("die Katze") sowie allerlei zwielichtiger Gestalten seitens des "Generals". Alles in allem durchaus spannend, teils rührend und erschütternd aber eben auch etwas klischiert, sowohl in der Handlung, wie auch in der Figurenzeichnend. Kann man lesen, muss man aber nicht.


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