Eine Reise ins Gehirn


Ein kleiner Junge gibt seinem Vater Rätsel auf. Der Junge heisst Kai und ist Autist. Der Vater ist der weltberühmte Hirnspezialist Henry Markram. Er hat sich der Forschung mit Leib und Seele verschrieben, verbringt ganze Nächte im Labor, räumt weltweit Preise ab und wird von renommierten Universitäten umworben. Nichts scheint ihn stoppen zu können. Doch dann wird sein Sohn geboren - und Markram realisiert, dass seine ganze Arbeit ihn seinem Sohn kein Stückchen näherbringt. Also beschliesst er, zu erforschen, was Autismus wirklich ist. Dabei muss er vieles, was bis dahin als Gewissheit galt, über Bord werfen, sich der Kritik aus der Wissenschaftscommunity aussetzen und bereit sein, neue Wege zu beschreiten. Nach Fehlschlägen und Sackgassen gelingt ihm schliesslich der Durchbruch - und damit auch ein neuer Zugang zu seinem Sohn. Der Journalist Lorenz Wagner hat in "Der Junge, der zu viel fühlte" diese Geschichte einer Annäherung zwischen einem Vater und seinem Sohn, aber auch die Geschichte des Forschers, der unbeirrbar sein Ziel verfolgt, auf eine packende und mitfühlende Art nachgezeichnet. Mich hat das Buch berührt - und es hat mir teils verblüffende Einsichten gegeben, nicht zuletzt die, das viele von uns autistische Züge tragen.


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